KL B | SV Rohrau III : SV Böblingen VI
Übermut tut selten gut
Heimspiel gegen SV Böblingen VI. Meine Gegnerin: Andrea Leutritz (TTR 1269) — fast hundert Punkte mehr als ich, klare Außenseiterrolle für mich. Auf dem Papier. Im Kopf — wie sich herausstellte — leider zu selbstbewusst.
4:0 — und dann das Ich starte gut. Wirklich gut. Schnell 4:0 im ersten Satz, und von der Seite höre ich: „Ivan wird wirklich immer besser." Das war nett gemeint. Es war aber ein Knackpunkt für mich.
Ab diesem Moment spiele ich offensiver, riskanter, als wäre das Spiel schon gelaufen. Ich nehme Andrea nicht mehr ernst. Dann: ein Fehler, noch einer, und plötzlich bemerke ich: ihre Rückhand hat Noppen. Hatte sie die ganze Zeit. Ich hatte es nicht einmal registriert. Der Ball springt anders, mein Spiel bricht zusammen. 9:11, 6:11.
Dritter Satz: Kurz vernünftig Ich schalte um. Konzentration ein, Ego aus, Noppen ernst nehmen. Ich beobachte, passe an. 12:10. Ich habe das Gefühl: Jetzt hab ich den Dreh raus.
Vierter Satz: Nochmal dasselbe Das neu gewonnene Selbstvertrauen kippt direkt in die nächste Show. Ich spiele zu locker, mache wieder Fehler. Andrea macht Punkt für Punkt. Satz vier: 5:11.
Ich habe das Match zweimal verloren an der Platte und im Kopf.
Was ich mitgenommen habe Zwei harte Lektionen. Erstens: Lob von außen ist gefährlich für mich – ich darf nicht übermütig werden. Der Moment an dem ich aufgehört habe für mich zu spielen und angefangen habe für das Publikum — da war das Spiel verloren. Zweitens: Noppen, ich muss mir da was einfallen lassen. −4 TTR, Stand 1175.