1. Schweizer System Masters Series 26/27
Konzentration und Kondition
Sechs Spiele, drei Siege, drei Niederlagen. Und zwei Erkenntnisse.
Spiel 1 — Björn Schaub (1522): 0:3 (8:11, 10:12, 9:11)
Wieder zu spät in der Halle. Kein Ankommen, keine Orientierung, direkt an den Tisch. Björn war der bessere Spieler, keine Frage. Aber ich habe das Spiel schon beim Einspielen abgehakt: 1522, verliere ich eh. Mit mehr Überzugung und besserer Vorbereitung wäre vielleicht sogar was drin gewesen. Ich war näher dran als ich dachte.
Spiel 2 — Eliano Kaplan (1225): 3:1 (11:6, 11:4, 8:11, 13:11)
2:0 geführt, dann nachgelassen. Kenne ich. Diesmal gerade noch gutgegangen — 13:11 im vierten.
Spiel 3 — Torsten Welz (1285): 2:3 (11:9, 11:8, 5:11, 8:11, 8:11)
Diesmal nicht gutgegangen. Wieder 2:0, wieder den Fokus verloren, und diesmal wurde es bestraft. Das hatte sich angebahnt.
Dazu etwas Neues: Ab dem fünften Satz ging mir schlicht die Kraft aus. Nicht nur der Kopf, sondern auch die Beine und die Power.
Spiel 4 — Peter Holzwarth (1259): 3:0 (12:10, 11:7, 11:5)
Nach Torsten war ich wach. Wieder 2:0 vorne — und diesmal durchgezogen.
Spiel 5 — Arin Singroha (1444): 2:3 (11:6, 4:11, 11:7, 6:11, 7:11)
Und wieder das Gleiche wie in Spiel 1: 1444, da geht nichts. Zwei Sätze gewonnen, also ging doch was. In Satz 4 und 5 hat Arin richtig gut gespielt und verdient gewonnen — aber ich bin da reingegangen, ohne ernsthaft dran zu glauben.
Spiel 6 — Tanja Langen (1289): 3:1 (11:7, 5:11, 11:5, 11:6)
Gutes Spiel. Ab dem dritten Satz war Tanja sichtbar müde — und diesmal war ich derjenige, der noch Kraft hatte.
Fazit
3:3, TTR 1235. Zwei Themen, die sich durch den ganzen Tag ziehen:
Erstens: Ich verliere Spiele, bevor sie anfangen. Zweimal auf die Zahl neben dem Namen geschaut und innerlich abgehakt. Beide Male knapper als gedacht.
Zweitens: 2:0 zu führen ist bei mir kein Vorsprung, sondern ein Warnsignal. Spiel 4 und 6 zeigen, dass Kondition auch ein Faktor ist.